Die ersten EntwürfePrototypenDetails PrototypenWalter Thiess
Nach dem Abendessen: Der Architekt Walter Thiess beobachtet seine Kinder, die im Übermut Murmeln zwischen Käse und Brot hindurch über den runden Esstisch schießen. Wenige Tage später präsentiert er ihnen das erste Brett: Noch mit Pools, wie beim Billard, und mit grünem Filz bespannt. Wer will, darf kleine Stöckchen benutzen. Das ist der Anfang der Geschichte von TIÓBOLO.
Varianten folgen. Geometrie und Gewichte werden analysiert, Spielregeln geprobt. Und dann zündet eines Tages der Gedanke, der dem Spiel unerwartete Dynamik bringt: die mittige Kugel als Auflager. Das vorher stabile Brett liegt schräg, es schwankt, und vor allem lässt es sich in jede gewünschte Position drehen: jetzt können die Spieler sitzen bleiben. TIÓBOLO wird als Gebrauchsmuster eingetragen. Die Suche nach dem Hersteller beginnt.
Walter Kraul zögert nicht lange. Seine Spiele handeln von Wasser, Wind und Feuer. Bei TIÓBOLO geht es um Schwerkraft, Trägheit, Rotation und - ungewöhnlich für ein Brettspiel: um Geschicklichkeit. Gemeinsam wird an der Produktionstechnik gefeilt, denn trotz Fertigung in Deutschland und hohem Präzisionsanspruch soll das Spiel erschwinglich sein. Im August 2004 ist es endlich soweit: die ersten 100 Exemplare verlassen die Werkstatt.